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Mittwoch, 18. Oktober 2017

SUZAN KÖCHER Made My Day! Cinnamon!



 

SUZAN KÖCHER
Homepage: https://www.facebook.com/suzankoecher/
From: Solingen, Deutschland


Bald kommt die Jahreszeit, in der es wieder überall vermehrt nach Zimt riecht. Ich liebe Zimt und ich liebe den psychedelisch gewürzten Folk von SUZAN KÖCHER die nur 40 km von mir entfernt lebt, gerade mal die Zwanzig (22) übersprungen hat, aber Musik macht, als wäre sie in den Sechzigern in San Francisco geboren. Am 27. Oktober erscheint ihr Debütalbum "Moon Bordeaux" und ich kann es kaum erwarten ihren Songs zu lauschen, dabei Zimtplätzchen zu knabbern und einen guten Rotwein zu schlürfen. MADE MY DAY!



Sonntag, 15. Oktober 2017

QUICK & DIRTY: LAUREN RUTH WARD

Published: unpublished
Label: laurenruthward.bandcamp.com + www.laurenruthwardmusic.com/
Genre: SixtiesPop, IndieRock, FolkRock, Psychedelic
Country: Los Angeles, U.S.A.



Members:
Lauren Ruth Ward (Vocals), Eduardo Rivera (Guitar), Livia Slingerland (Bass), India Pascucci (Drums, Percussions)

Heute kein Tonträger, sondern eine Band, die ich Euch wärmstens ans Herz legen möchte. In den New Songs Vol. 156 habe ich bereits auf ihren Song "Blue Collar Sex Kitten" hingewiesen, woraufhin ich mich mit dem bisherigen Output von LAUREN RUTH WARD intensiv beschäftigt habe.

Nachdem Lauren Ruth Ward ihre Heimatstadt Baltimore verlassen hat, schaffte es die charismatische Sängerin mit ihrer Band innerhalb von zwei Jahren in Los Angeles sich zu recht einen exzellenten Ruf als Liveband zu erarbeiten.

Lauren
weiß ihre Vibrato-Stimme, die irgendwo zwischen Janis Joplin und Florence and the Machine anzusiedeln ist, vorzüglich einzusetzen und ein Händchen für Melodien hat Madame Ward sowieso, was Songs wie "Did I Offend You?" oder das erst kürzlich veröffentliche "Well Hell" eindrucksvoll beweisen.



"Well Hell" ist Highspeed-Rock 'n'Roll mit autobiograpischen Texten über die Eltern der Künstlerin, der in knapp drei Minuten die Herzen von echten Rockfans im Sturm erobert und meines Erachtens bisher der stärkste Song im Repertoire der Newcomerband.

Nach einer self-titled EP, die im Januar 2016 auf Bandcamp erschien, und der Veröffentlichung einzelner Songs, wäre es nun eigentlich höchste Zeit für ein Debütalbum - das einem Eintrag auf der Soundcloud-Page der Band zufolge "Whistles" heißen könnte - aber wirklich Infos darüber gibt es noch nicht.



Fans, die nicht in Genuss einer Live-Show, der zur Zeit in Amerika tourenden Band kommen können, bleibt also nichts als sehnsüchtig zu warten auf die Info, dass das Debüt, der ehemaligen Friseursalonbesitzerin, die nach vielen Jahren gewagt hat ihr Hobby zum Beruf zu machen, endlich erschienen ist.

Wenn das Ding dann aber endlich erhältlich ist, werden Leser dieses Blogs aber ganz sicher ganz schnell davon erfahren ;-)



Freitag, 13. Oktober 2017

KING KRULE / The OOZ [Review]

Ist es nicht eigentlich Blues, den der junge Rotschopf aus Großbritannien unter dem Namen KING KRULE fabriziert? Das Wort Blues entsprang aus der amerikanischen Redewendung "I've got the blues", was so viel bedeutet, wie "Ich bin traurig". Archy Samuel Marshall ist traurig.

In den zahlreichen Definitonen für das Musikgenre findet man unter anderem solche Sätze wie "Jazz, Rock, Rock ’n’ Roll und Soul sind nah mit dem Blues verwandt. Selbst in Stilrichtungen wie Hip-Hop ist ein Nachhall des Blues zu spüren." [Wikipedia] oder "Der Blues ist kein Klagelied, sondern eine poetisch-musikalische Form des Ausdrucks sozialer Erfahrungen im Spiegel der Subjektivität des Musikers, ein Moment der Selbstverständigung und des Selbstbewusstwerdens ..." [Lernhelfer]. Archy Samuel Marshall ist ein wortgewaltiger Poet, der wie selbstverständlich Elemente aus Jazz, Rock, Rock ’n’ Roll und Soul in seine Stücke einwebt.


Wer könnte also widersprechen, wenn ich sage King Krule hat den Blues? Natürlich ist es die futuristischste Variante, dieser in der Wende vom 19ten zum 20ten Jahrhundert entstandenen Musikform, aber trotz aller Dubstep-Einflüsse, aller elektronischen Spielereien in seinen Tracks und trotz seines an Jamie T. oder Mike Skinner erinnernden Gesangsstils, ist King Krule nichts Anderes als ein Blueser. Die Teile sich seiner noch in der Sturm- und Drangphase der Jugend befindenden Anhängerschaft wird vielleicht aufschreien ob dieser These, aber ich bleibe dabei, Archy Samuel Marshall ist in seiner Inkarnation als King Krule ein 23-jähriger Blues-Veteran. Als erstes Beweismittel lege ich den Song "Cadet Limbo" vor.



Beweismittel Nummer zwei: Bei einem Interview mit Pitchfork erläutert Archy, dass das Album massiv von seiner Beziehung zu einer Spanierin geprägt wurde. Er wollte ein romantisches Album  und im urbanem Blues verwurzeltes Werk erschaffen, das sie beeindruckt und sein eigenes Unterbewusstein greifbar macht. Er hatte die Nase voll von den Rappern um ihn herum und den Jungs, die nur auf der Suche nach einem Beat sind. The romantic Archy in Love, aber geplagt von Schlaflosigkeit und Depressionen, denn wisse, wo die Liebe ist, ist der Blues nicht weit.



Letztes Beweismittel: Hören Sie die Musik von King Krule, am besten in nächtlicher Umgebung und lauschen Sie den abstrakten Texten von entgegenkommenden Zügen, Schlaflosig-, Hilfslosig- und Einsamkeit und versuchen Sie nicht in Blue Mood-Stimmung zu kommen. Es wird Ihnen nicht gelingen, denn King Krule ist durchdrungen vom Blues. Archy Samuel Marshall, der bereits mit 8 Jahren anfing erste Songs zu schreiben, ist ein Blues-Crooner in der Tradition von Chet Baker, J. J. Cale oder John Lee Hooker. He still got the Blues!



Tracklist:
01 Biscuit Town
02 The Locomotive
03 Dum Surfer
04 Slush Puppy
05 Bermondsey Bosom (left)
06 Logos
07 Sublunary
08 Lonely Blue
09 Cadet Limbo
10 Emergency Blimp
11 Czech One
12 (A Slide In) New Drugs
13 Vidual
14 Bermondsey Bosom (right)
15 Half Man Half Shark
16 The Cadet Leaps
17 The OOz
18 Midnight 01 (Deep Sea Diver)
19 La Lune